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Courtavon

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Courtavon
Datei:Blason de la ville de Courtavon (68).svg
Courtavon (Frankreich)
Courtavon (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Altkirch
Kanton Altkirch
Gemeindeverband Sundgau
Koordinaten 47° 28′ N, 7° 12′ OKoordinaten: 47° 28′ N, 7° 12′ O
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Höhe 417–663 m
Fläche –
Einwohner 343 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 68480
INSEE-Code 68067
Datei:Courtavon, Ecole-mairie.jpg
Rathaus- und Schulgebäude

Courtavon ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine französische Gemeinde im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Die Gemeinde zählt 343 Einwohner (Stand 1. Januar 2023) und umfasst 9,6 Quadratkilometer. Courtavon ist Mitglied des Gemeindeverbandes Sundgau.

Geografie[Bearbeiten]

Courtavon liegt an der oberen Largue im südlichen Sundgau. Die Grenze zur Schweiz im Westen ist knapp 1,5 Kilometer entfernt. Ferrette im Nordosten ist etwa 13 Kilometer entfernt, nördlich liegen Altkirch (Unterpräfektur) etwa 25 Kilometer und Mülhausen etwa 45 Kilometer entfernt. Nach Basel im Nordosten sind es etwa 38 Kilometer.

Benachbarte Gemeinden sind Liebsdorf im Nordosten, Oberlarg im Osten, Levoncourt im Süden, Vendlincourt im Südwesten sowie Basse-Vendline im Nordwesten.

Nordöstlich des Dorfkerns befinden sich ein Zeltplatz am Le Grand Étang, einem 20 ha großen See auf 438 Metern Meereshöhe. Dieser von der Larg gespeiste Plan d' Eau de Courtavon wurde 1970 an der Stelle des schon im 18. Jahrhundert existierenden Grand Étang des Vignacourt angelegt.

Geschichte[Bearbeiten]

in den Urkunden erscheint der Ort 1179 als Cortamund, 1286 als Corchaton, 1345 als Ottendorf. Mundartlich (Patois der Ajoie): Cotchâvon. Der Ort war ursprünglich alemannischsprachig. Noch heute sind einige Flurnamen deutsch (Frohrain, Rohr, Grisrain). Mit der Einwanderung von Welschschweizern in das im Dreißigjährigen Krieg verwüstete Dorf setzte sich Französisch durch.<ref>Courtavon à travers les Âges. Abgerufen am 4. September 2026.</ref>

Der Ort gehörte zur Grafschaft Pfirt. 1324 beerbten die Habsburger die in männlicher Linie ausgestorbenen Grafen von Pfirt durch die Heirat von Herzog Albrecht II. von Österreich mit Johanna von Pfirt. Um 1300 kamen die Herren von Mörsberg (Morimont) in den Besitz des Ortes, den sie 1581 den Grafen von Ortenburg-Salamanca verkauften. 1648 ging Courtavon an die Adelsfamilie Vignacourt. Im selben Jahr kam der Sundgau und damit auch Courtavon mit dem gesamten elsässischen Besitz der Habsburger an die französische Krone. Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Courtavon (jetzt Ottendorf) als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich (Kreis Altkirch, Bezirk Oberelsaß). Im Ersten Weltkrieg lag Courtavon nahe der Frontlinie (Pfetterhouse-Dannemarie), erlitt aber keine Kriegsschäden. Der Ort blieb bis Kriegsende in deutscher Hand. Die Kirche diente zeitweilig als Feldlazarett. Ein vom deutsche Militär errichteter, nachts elektrisch geladener Zaun versperrte den Zugang in die Schweiz. Im Zweiten Weltkrieg gelangte Courtavon nach dem Waffenstillstand im Juni 1940 unter deutsche Verwaltung. Die Befreiung von der Naziherrschaft erfolgte gegen Ende November 1944 durch Truppen der französischen 1. Armee unter General de Lattre de Tassigny. Beim ersten französischen Vorstoß zum Rhein am 19. November 1944 blieb Courtavon abseits der Truppenbewegung.

Die auf der Gemarkung vorkommenden Bohnerze wurden im 19. Jahrhundert im Eisenwerk Paravicini in Lützel verhüttet. Das gusseiserne Kruzifix bei der Kapelle Notre-Dame stammt aus dieser Gießerei.

Die Friedhofskapelle befindet sich an der Stelle der einstigen Dorfkirche. Diese wurde im Dreißigjährigen Krieg 1632 zerstört und 1648 wieder aufgebaut. In der Revolution wurde die Kirche geschändet. 1805 traf ein Blitz das Gotteshaus, wobei zwei Menschen ums Leben kamen und acht verletzt wurden. 1865 baute man eine neue Kirche im Ort. In der Kapelle befinden sich Grabmäler der Familie de Vignacourt.

Datei:Courtavon, Eglise Saint-Jacques et Saint-Christophe.jpg
Kirche Saint-Jacques et Saint-Christophe

Bauwerke[Bearbeiten]

Die neugotische Kirche Sankt Jakob und Sankt Christoph, 1865 geweiht, beeindruckt durch ihre drei von Wimpergen bekrönten Stufen-Gewändeportale. Das Doppel-Patrozinium erklärt sich aus der Lage des Dorfes am Jakobs-Pilgerweg (Christophorus als Schutzpatron der Reisenden).

Die Friedhofkapelle ist der 1808 restaurierte Chor der ehemaligen Dorfkirche.

Das Herrenhaus der Vignacourt an der Rue de Levoncourt Nr. 17 wurde 1687 erneuert, es besitzt einen viereckigen Treppenturm mit Wendeltreppe.

Das Überbleibsel (der ehemalige Wassergraben) einer mittelalterlichen Erdhügelburg, einer so genannten Motte, befindet sich in der Nähe des Foyer rural.

Das Haus Nr. 50 an der Grand Rue besitzt einen beachtenswerten spätgotischen, mit Stabwerk verzierten Hauseingang aus der Zeit um 1600. Das Haus Nr. 52 hat ein dreiteiliges Fenster aus derselben Zeit, ebenfalls mit Stabwerk. Die flankierenden Fenster und mit gotischen Vorhangbögen.

Die École-Mairie, das alte Schulhaus, ist ein schlichter, wohlproportionierter Walmdachbau der Louis-Philippe-Zeit (1846–48).

Datei:Courtavon, Chapelle du cimetière, ancienne église Saint-Jacques-le-Majeur et Saint-Christophe.jpg
Friedhofskapelle, ehemalige Kirche St. Jakobus und St. Christophorus

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2017
Einwohner 490<ref>Kreis Altkirch. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Januar 2023; abgerufen am 13. Februar 2026.</ref> 298 301 292 274 290 326 359 368

Literatur[Bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 394–395.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Courtavon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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