Hausgauen
| Hausgauen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Blason de la ville d'Hausgauen (68).svg | ||||||
| Staat | ||||||
| Region | Grand Est | |||||
| Département (Nr.) | Haut-Rhin (68) | |||||
| Arrondissement | Altkirch | |||||
| Kanton | Altkirch | |||||
| Gemeindeverband | Sundgau | |||||
| Koordinaten | 47° 36′ N, 7° 19′ O
{{#coordinates:47,604444444444|7,3230555555556|primary
|
dim=20000 | globe= | name=Hausgauen | region=FR-68 | type=city
}} |
| Höhe | 302–407 m | |||||
| Fläche | – | |||||
| Einwohner | 369 (1. Januar 2023) | |||||
| Bevölkerungsdichte | – Einw./km² | |||||
| Postleitzahl | 68130 | |||||
| INSEE-Code | 68124 | |||||
| Datei:Hausgauen, Mairie.jpg Mairie Hausgauen | ||||||
Hausgauen (elsässisch Hüsgaie) ist eine französische Gemeinde mit 369 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Altkirch, zum Kanton Altkirch und zum Gemeindeverband Sundgau.
Geografie[Bearbeiten]
Die Gemeinde Hausgauen im Sundgau liegt im Tal des Ill-Nebenflusses Thalbach zwischen Altkirch und Basel.
Der Ort liegt im lössbedeckten Sundgauer Tertiärhügelland, im Bereich der pliozän-altpleistozänen Sundgauschotter. Das Tal weist die für den Sundgau typische Asymmetrie auf. Der stärker wetterexponierte, damit stärker erodierte Nordhang ist steiler als der unter dem Lössmantel sanfter geböschte Südhang.
Nachbargemeinden von Hausgauen sind Heiwiller im Norden, Wahlbach im Nordosten, Hundsbach im Osten, Willer im Süden, Bettendorf im Südwesten sowie Schwoben im Westen.
Geschichte[Bearbeiten]
1251 als Huschove erwähnt. Bis 1324 gehörte der Ort zur Grafschaft Pfirt und kam dann nach dem Aussterben der Pfirter im Mannesstamm durch die Heirat der Johanna von Pfirt mit Herzog Albrecht II. von Österreich an Habsburg. Im Westfälischen Frieden 1648 ging der Ort mit dem ganzen elsässischen Besitz der Habsburger an die französische Krone. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs 1918 gehörte der Ort zum deutschen Reichsland Elsaß-Lothringen (Kreis Altkirch im Bezirk Oberelsaß). Im Ersten Weltkrieg lag der Ort abseits der Hauptkampflinie und blieb bis zum Kriegsende in deutscher Hand. Im Zweiten Weltkrieg gelangte der Ort nach dem Waffenstillstand im Juni !940 unter deutsche Verwaltung. Die Befreiung von der Naziherrschaft erfolgte in den späten Novembertagen 1944.
Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | 1910 | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2019 |
| Einwohner | 367<ref>Kreis Altkirch. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Januar 2023; abgerufen am 13. Februar 2026.</ref> | 263 | 269 | 285 | 326 | 351 | 381 | 441 | 380 |
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Kapelle St. Brice: Im Dorf Hausgauen gibt es keine Kirche. Nordwestlich des Dorfkerns auf der rechten Seite des Thalbaches befindet sich aber eine 1695 datierte Kapelle. Die im Westgiebel sichtbare Fischgrät-Struktur des Mauerwerks (opus spicatum) berechtigt zu der Annahme, dass der Kernbestand bis in die ottonische Zeit zurückgeht. An die Kapelle schließt sich eine bis 1879 bewohnte Einsiedlerbehausung an. Die Kapelle war lange Zeit ein viel besuchter Wallfahrtsort. (St. Brictius/St. Britzgy/Saint Brice) wurde bei Kinderkrankheiten aufgesucht.<ref>R. Moosbrugger-Leu: Die St. Chrischonakirche bei Bettingen. In: Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern. Band 47. Mainz am Rhein 1981, S. 279.</ref> Die Jahreszahl 1695 über dem Eingang bezieht sich auf eine bauliche Erneuerung. Die Kapelle wurde Ende der 1990er Jahre restauriert.
Die Kapelle gehörte zu dem spätestens im Dreißigjährigen Krieg abgegangene Dorf Dennach<ref>E. Reinhard: Die Siedlungen im Sundgau. 1965, S. 85.</ref>, das sich beiderseits des Thalbaches zwischen Hausgauen und Schwoben erstreckte. Jüngere Ausgrabungen haben hochmittelalterliche Gräber um die Kapelle freigelegt. Hausgauen führt die Kapelle in stilisierter Form im oberen Wappenteil. Die Kapelle liegt heute sehr isoliert und ist nur zu Fuß erreichbar.
Zahlreiche gut erhaltene Fachwerkbauten: Neben den Häusern in Stockwerkbauweise gibt es auch einige in der altertümlicheren Ständerbauweise, z. Bsp. Rue des Abeilles 8 mit traufseitiger Laube, die bei der Ständerbauweise mit Pfosten gestützt werden muss. Beim Haus Rue des Abeilles Nr. 1 sprechen die Ständerbauweise mit hauswandhohen Streben, das weitabständige Fachwerk und die kleinen Fenster für das hohe Alter des Bauwerks. Ein Wandständerbau ist auch Haus Rue de la Vallée Nr. 20. Bei den Häusern in der Rue de la Vallée Nr. 14 und 12 (datiert 1779) erlaubt die Stockwerkbauweise freitragende Lauben auf den verlängerten Deckenbalken des Erdgeschosses. Nur der Eckständer der Laube muss durch eine Strebe gestützt werden. Rue du Chêne Nr. 1, im Sundgau selten: ein Kniestockhaus. Bei einigen Häusern wurde auf den im Sundgau üblichen Krüppelwalm verzichtet. Stattliches Fachwerk-Anwesen der Moulin de la Vallée (Talmühle) am westlichen Ortsausgang. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Literatur[Bearbeiten]
- Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 57.
Weblinks[Bearbeiten]
Nachweise[Bearbeiten]
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Altenach | Altkirch | Aspach | Ballersdorf | Balschwiller | Bellemagny | Bendorf | Berentzwiller | Bernwiller | Bettendorf | Bettlach | Biederthal | Bisel | Bouxwiller | Bréchaumont | Bretten | Buethwiller | Carspach | Chavannes-sur-l’Étang | Courtavon | Dannemarie | Diefmatten | Durlinsdorf | Durmenach | Eglingen | Elbach | Emlingen | Eteimbes | Falkwiller | Feldbach | Ferrette | Fislis | Franken | Friesen | Frœningen | Fulleren | Gildwiller | Gommersdorf | Guevenatten | Hagenbach | Hausgauen | Hecken | Heidwiller | Heimersdorf | Heiwiller | Hindlingen | Hirsingue | Hirtzbach | Hochstatt | Hundsbach | Illfurth | Illtal | Jettingen | Kiffis | Kœstlach | Largitzen | Levoncourt | Liebsdorf | Ligsdorf | Linsdorf | Lucelle | Luemschwiller | Lutter | Magny | Manspach | Mertzen | Mœrnach | Montreux-Jeune | Montreux-Vieux | Mooslargue | Muespach | Muespach-le-Haut | Oberlarg | Obermorschwiller | Oltingue | Pfetterhouse | Raedersdorf | Retzwiller | Riespach | Romagny | Roppentzwiller | Ruederbach | Saint-Bernard | Saint-Cosme | Saint-Ulrich | Schwoben | Seppois-le-Bas | Seppois-le-Haut | Sondersdorf | Spechbach | Steinsoultz | Sternenberg | Strueth | Tagolsheim | Tagsdorf | Traubach-le-Bas | Traubach-le-Haut | Ueberstrass | Valdieu-Lutran | Vieux-Ferrette | Waldighofen | Walheim | Werentzhouse | Willer | Winkel | Wittersdorf | Wolfersdorf | Wolschwiller Vorlage:Klappleiste/Ende
