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Hecken (Haut-Rhin)

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Hecken
Datei:Blason de la ville d'Hecken (68).svg
Hecken (Frankreich)
Hecken (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin / Europäische Gebietskörperschaft Elsass (68)
Arrondissement Altkirch
Kanton Masevaux-Niederbruck
Gemeindeverband Sud Alsace Largue
Koordinaten 47° 42′ N, 7° 7′ OKoordinaten: 47° 42′ N, 7° 7′ O
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Höhe 293–320 m
Fläche –
Einwohner 527 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 68210
INSEE-Code 68125
Datei:Hecken, Mairie-école.jpg
Bürgermeisteramt und Schulgebäude

Hecken ist eine französische Gemeinde mit 527 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Altkirch, zum Kanton Masevaux-Niederbruck und ist Mitglied des Gemeindeverbandes Sud Alsace Largue.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Hecken liegt im Tal des Largue-Zuflusses Soultzbach, etwa 20 Kilometer südwestlich von Mülhausen nahe der Burgundischen Pforte.

Nachbargemeinden von Hecken sind Diefmatten im Norden, Gildwiller im Osten, Falkwiller im Süden, Traubach-le-Haut (Berührungspunkt) und Guevenatten im Südwesten sowie Sternenberg im Westen.

Hecken liegt im Nordwesten des löss-(lehm)bedeckten Sundgauer Tertiärhügellandes im Bereich der miozän/pliozänen Vogesenschotter. Diese stammen aus der Zeit, als Vogesenflüsse noch ihren Weg nach Südwesten in den Bereich des heutigen Schweizer Mittellandes nahmen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname ist von „Hag“ abgeleitet und deutet auf ein umfriedetes Gelände nach einer Waldrodung hin. Die Hecken werden auch auf dem Wappen dargestellt.<ref name="porte">Hecken. In: cc-porte-alsace.fr. Communauté de communes de la Porte d’Alsace, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. August 2014; abgerufen am 3. September 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1235 wurde Hecken als Haegon erstmals urkundlich erwähnt.<ref>Ernest Nègre: Toponymie générale de la France. Band 2: Formations non-romanes, formations dialectales (= Publications romanes et françaises. Bd. 194). 2. tirage. Librairie Droz, Genf 1996, ISBN 2-600-00133-6, S. 845, online, abgerufen am 21. Juni 2010, (französisch).</ref> Bis 1324 gehörte der Ort zur Grafschaft Pfirt (Herrschaft Thann, Vogtei Traubach) und kam dann nach dem Aussterben der Pfirter im Mannesstamm durch die Heirat der Johanna von Pfirt mit Herzog Albrecht II. von Österreich an Habsburg. Nach dem Dreißigjährigen Krieg ging Hecken im Westfälischen Frieden 1648 mit dem ganzen elsässischen Besitz der Habsburger an die französische Krone. 1793 erhielt Hecken im Zuge der Französischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung.

Nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 gehörte der Ort bis zum Ende des Ersten Weltkriegs 1918 zum Reichsland Elsass-Lothringen (Kreis Altkirch). Im Ersten Weltkrieg lag Hecken nahe der Front und blieb nach kurzfristigen französischen Vorstößen auf Mühlhausen während des ganzen Krieges unter französischer Kontrolle. Zeitweise war ein Regimentsstab in Hecken einquartiert. Im Zweiten Weltkrieg gelangte Hecken nach dem Waffenstillstand im Juni 1940 unter deutsche Verwaltung. Das Ende der Naziherrschaft brachten Truppen der französischen 1. Armee unter General de Lattre de Tassigny am 20. November 1944. Am 28. November wurde der von den Deutschen veranlasste Verwaltungszusammenschluss von Hecken, Diefmatten und Falkwiller zur Gemeinde Gildwiller rückgängig gemacht.

Im 19. Jahrhundert arbeiteten im Dorf zahlreiche Heimweber.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2017
Einwohner 149<ref>Der Kreis Altkirch im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Januar 2023; abgerufen am 13. Februar 2026.</ref> 114 120 153 250 372 402 446 497

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Mairie-Dorfschule ist ein schlichter Bau der Louis-Philippe-Zeit. Sie wurde 1842 nach den Plänen des Architekten Diogène Poisat aus Belfort errichtet.

Das Wohnhaus der alten Wassermühle stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Mühle wurde durch den Soultzbach angetrieben. Ihre Leistung wurde 1855 auf sechs Pferdestärken geschätzt.<ref name="porte" /> 1899 wurde eine Dampfmaschine eingebaut und die Mühle in ein Sägewerk umgewandelt. Im Jahr 1900 wurde die Mühle durch ein Feuer beschädigt und später wiederaufgebaut. Die Dampfmaschine wurde nach dem Ersten Weltkrieg demontiert.<ref name="merimee">Architecture. In: Base Mérimée. Ministère de la culture, abgerufen am 3. September 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Hecken besitzt noch einige Fachwerkhäuser, die in der altertümlichen Ständerbauweise errichtet wurden und wohl aus der Wiederaufbauzeit nach dem Dreißigjährigen Krieg stammen. Beispiele sind die die Häuser an der Rue Principale Nr. 10, 11, 13. Sie besitzen traufwandhohe Wandständer, geschossübergreifende Langstreben und ein weitabständiges Fachwerk. Das Haus Nr. 15, ebenfalls noch in Ständerbauweise, hat, eine neuere Entwicklung, nur noch geschosshohe Streben (Die Jahreszahl 1838 am Haus Nr. 11 ist nicht das ursprüngliche Baudatum). Das Haus Nr. 8 von 1841 ist dagegen in der neueren Stockwerkbauweise errichtet. Es besitzt ein regelmäßiges, auf Symmetrie bedachtes Fachwerk.

Literatur[Bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 316–317.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Hecken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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