Heidwiller
| Heidwiller | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Blason de la ville d'Heidwiller (68).svg | ||||||
| Staat | ||||||
| Region | Grand Est | |||||
| Département (Nr.) | Haut-Rhin (68) | |||||
| Arrondissement | Altkirch | |||||
| Kanton | Altkirch | |||||
| Gemeindeverband | Sundgau | |||||
| Koordinaten | 47° 40′ N, 7° 15′ O
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| Höhe | 259–360 m | |||||
| Fläche | – | |||||
| Einwohner | 641 (1. Januar 2023) | |||||
| Bevölkerungsdichte | – Einw./km² | |||||
| Postleitzahl | 68720 | |||||
| INSEE-Code | 68127 | |||||
| Datei:Heidwiller, Mairie.jpg Mairie Heidwiller | ||||||
Heidwiller ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine französische Gemeinde mit 641 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Altkirch, zum Kanton Altkirch und ist Mitglied im Gemeindeverband Sundgau.
Geografie[Bearbeiten]
Die Gemeinde Heidwiller liegt im Sundgau, fünf Kilometer nördlich von Altkirch und 15 Kilometer südwestlich von Mülhausen. Durch das Gemeindegebiet führt die Largue mit ihrem Zufluss Krebsbach und der parallel verlaufende Rhein-Rhône-Kanal.
Geologie[Bearbeiten]
Heidwillers Gemarkung hat im Nordwesten Anteil an der breiten Talaue der stark mäandernden Larg. Der Ort liegt am Rand lössbedeckter Tertiärhügel, wobei westlich einer N-S-Verwerfung, die bei der östlichen Schleuse (Nr. 30) das Tal quert, Elsässer Molasse den Untergrund unter der Lössdecke bildet. Östlich davon sind es die älteren Mergel und Kalke des Unteroligozäns (Melanienkalk, Plattige Steinmergel).
Geschichte[Bearbeiten]
Bis 1324 gehörte der Ort zur Grafschaft Pfirt (Herrschaft Altkirch) und kam dann nach dem Aussterben der Pfirter im Mannesstamm durch die Heirat der Johanna von Pfirt mit Herzog Albrecht II. von Österreich an Habsburg. Im Westfälischen Frieden 1648 ging der Ort mit dem ganzen elsässischen Besitz der Habsburger an die französische Krone.
Nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 gehörte Heidwiller zu dem von Deutschland annektierten Reichsland Elsass-Lothringen. Im Ersten Weltkrieg lag Heidwiller in unmittelbarer Nähe zur Hauptkampflinie. Es blieb bis Kriegsende in deutscher Hand und erlebte die Einquartierung deutscher Soldaten. Schwer umkämpft war zur Zeit des Stellungskriegs das Gebiet des Schönholzwaldes. Der Ort selbst erlitt schwere Schäden durch Artilleriebeschuss. Im Zweiten Weltkrieg kam der Ort nach dem Waffenstillstand im Juni 1940 unter deutsche Verwaltung (Gau Baden-Elsass). Nachdem am Kriegsende Mühlhausen und Illfurth schon am 21. November 1944 von der Naziherrschaft befreit waren, gelang die Eroberung von Heidwiller durch Truppen der französischen 1. Armee unter General de Lattre de Tassigny erst nach heftigen Kämpfen am 25. November.
Ursprünglich war der Ort im Besitz der Herren von Heidwiller, Vasallen der Grafen von Pfirt. Später (1367) gelangte er als habsburgisches Lehen an die Adelsfamilie der Waldner, 1412 an die Herren von Morimont und schließlich (1486) bis zur Revolution an die Herren von Reinach-Heidwiller.
Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 | 2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 309 | 321 | 426 | 493 | 531 | 601 | 622 | 624 |
Bauwerke[Bearbeiten]
Das Schloss: Eine frühe viertürmige, von einem Wassergraben umgebene Wehranlage wurde vermutlich nach Beschädigung beim Basler Erdbeben von 1356 durch einen Neubau ersetzt. Von diesem existiert noch das Erdgeschoss des Wohnhauses und der Nordturm. Im 16. Jahrhundert bekam die Anlage ihren jetzigen Umfang. Der Nordturm erhielt drei Schießscharten. Weitere Bauveränderungen gab es im 18. Jahrhundert (Veränderung der Fensteröffnungen) und im 19. Jahrhundert (unter anderem die Dachdeckung mit bunten glasierten Ziegeln und neugotische Zutaten). Nach der Revolution diente das Schloss als Gefängnis, dann als Fabrik und schließlich als Schulhaus. 1862 wurde es zu einem privaten Landsitz in den Händen von Angehörigen der Mühlhausener Fabrikantendynastien und ist bis heute in Privatbesitz. Das schmiedeeiserne Parktor ist eine beachtenswerte Arbeit eines Kunstschmieds aus Aspach (Anfang 19. Jahrhundert).
Die Peter- und Paulskirche (Église Saint-Pierre et Saint-Paul) Eine erste Kirche in Heidwiller ist bereits für das Jahr 977 nachgewiesen. 1375 zerstörten die Wilden Engländer, marodierende Söldnertruppen unter Enguerrand VII. de Coucy, das Gotteshaus. 1470 wird eine neu errichtete Kirche erwähnt. Der jetzige Bau stammt von 1768, wobei der mittelalterliche Chorturm beibehalten wurde. 1878 erhielt das Schiff einen Westchor. Der Chorraum des Turms, der 1901 einen zierlichen gusseisernen Firstkamm bekam, ist jetzt Eingangshalle.
Die "Fabrik" : Das stattliche Gebäude am Rande des Schlossparks, Rue du Château Nr. 21 war ursprünglich eine 1836 bis 1847 errichtete Chemiefabrik. Später wurde sie zur Dépendance des Schlosses umgebaut.
Einige gut erhaltene Fachwerkhäuser des 18. und 19. Jahrhunderts, alle in der neueren Stockwerkbauweise errichtet. Die älteren mit eher unregelmäßigem, nur partiell symmetrischem Fachwerk, die neueren mit regelmäßigem, auf Symmetrie bedachtem Fachwerk.
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Literatur[Bearbeiten]
- Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Band 1. Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 58–59.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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