Eteimbes
| Eteimbes | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Blason de la ville d'Eteimbes (68).svg | ||||||
| Staat | ||||||
| Region | Grand Est | |||||
| Département (Nr.) | Haut-Rhin (68) | |||||
| Arrondissement | Altkirch | |||||
| Kanton | Masevaux-Niederbruck | |||||
| Gemeindeverband | Sud Alsace Largue | |||||
| Koordinaten | 47° 42′ N, 7° 3′ O
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| Höhe | 340–412 m | |||||
| Fläche | – | |||||
| Einwohner | 405 (1. Januar 2023) | |||||
| Bevölkerungsdichte | – Einw./km² | |||||
| Postleitzahl | 68210 | |||||
| INSEE-Code | 68085 | |||||
| Website | eteimbes.fr | |||||
| Datei:Eteimbes, Mairie.jpg Bürgermeisteramt (Mairie) | ||||||
Eteimbes ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine französische Gemeinde mit 405 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass) und ist Mitglied des Gemeindeverbandes Sud Alsace Largue.
Geografie[Bearbeiten]
Namensgebend für den Ort war der „Steinbach“, der durch das Gemeindegebiet fließt. Eteimbes liegt am Westrand der Region Elsass und am Nordwestrand des Sundgaus, nur etwa drei Kilometer östlich der Region Bourgogne-Franche-Comté, 23 Kilometer südwestlich von Mülhausen. Auf dem Gemeindegebiet, am Bergkamm Haut bois, treffen sich zwei Wasserscheidelinien. Der Steinbach fließt in Richtung Rheinland und die Rapène fließt in Richtung Rhônetal.
Geologie[Bearbeiten]
Éteimbes liegt in der Nordwestecke des lösslehhmbedeckten Sundgauer Tertiärhügellandes im Bereich der unter der Lösslehmdecke lagernden mio-/pliozänen Vogensenschotter, die aus der Zeit stammen als Vogesenflüsse noch vor der Jurafaltung in Richtung Schweizer Mittelland entwässerten.
Geschichte[Bearbeiten]
Bis 1324 gehörte Steinbach zur Grafschaft Pfirt und kam dann nach dem Aussterben der Pfirter im Mannesstamm durch die Heirat der Johanna von Pfirt mit Herzog Albrecht II. von Österreich an Habsburg. Von 1324 bis 1648 war Welschensteinbach ein Lehen der vorderösterreichischen Herren von Thann.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Eteimbes auf quid.fr ( des Vorlage:IconExternal vom 20. September 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (französisch) Abgerufen im Februar 2010</ref> Nach dem Dreißigjährigen Krieg kam der Ort im Westfälischen Frieden 1648 mit dem ganzen habsburgischen Besitz im Elsass an die französische Krone.
1793 erhielt Eteimbes im Zuge der Französischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung.<ref>Eteimbes auf Cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 4. Dezember 2009</ref>
Nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 wurde das Elsass vom Deutschen Reich annektiert. Welschensteinbach gehörte innerhalb des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Kreis Altkirch im Bezirk Oberelsaß und lag an der damaligen Grenze zwischen Deutschland und Frankreich und zwar zwischen dem Département Haut-Rhin und dem neu geschaffenen, vom Département Haut-Rhin abgetrennten Territoire de Belfort. Davon zeugen noch an die zwanzig Grenzsteine auf dem Gemeindegebiet. Im Ersten Weltkrieg befand sich Éteimbes anfänglich in der Verteidigungszone um Belfort, blieb aber von Kampfhandlungen verschont und bis Kriegsende unter französischer Kontrolle. Ab 1919 gehörte die Gemeinde wieder zu Frankreich. Im Zweiten Weltkrieg gelangte der Ort nach dem Waffenstillstand im Juni 1940 unter deutsche Verwaltung. Am Ende des Zweiten Weltkriegs erreichten Truppen der französischen 1. Armee unter General de Lattre de Tassigny bei ihrem Vorstoß Richtung Dollertal Éteimbes am 28. November 1944 um die Mittagszeit, womit die Naziherrschaft beendet war.
Ortsname[Bearbeiten]
Erste urkundliche Erwähnung als Steinbach 1331, 1336 erstmals als Welschensteinbach (Steinbach der Frankophonen), 1576 als Steinbach, ebenso 1585<ref>Gerhard (Kartenzeichner) Mercator: Karte vom Elsaß mit Sund- und Breisgau, 1:270 000, Kupferstich, um 1585. 1585, abgerufen am 14. August 2023.</ref> 1751 in französisierter Form Esteimpes, 1779 Estambes<ref></ref>, 1869 erstmals in der heutigen Form Éteimbes.
Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | 1910 | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 | 2016 |
| Einwohner | 207<ref>Kreis Altkirch. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Januar 2023; abgerufen am 13. Februar 2026.</ref> | 82 | 105 | 123 | 148 | 232 | 280 | 306 | 383 |
Bauwerke[Bearbeiten]
- Die Kirche der Gemeinde ist dem Heiligen Pantalus (Saint Pantale) geweiht. Schiff und Chor entstanden 1771, ein Turm von 1870 wurde 1953 ersetzt. Die Kapelle sacré coeur de Jésus (Herz-Jesu) wurde 1870 erbaut.
- An der Rue Principale zwei gut erhaltene alte Fachwerkbauten: Nr. 19 wohl aus der Wiederaufbauzeit nach dem Dreißigjährigen Krieg in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und Nr. 23, beide in altertümlicher Ständerbauweise mit weitabständigem Fachwerk, traufwandhohen Wandständern und Langstreben. Zwischen diesen Häusern das Haus Nr. 21 in neuerer Stockwerkbauweise mit auf Symmetrie und Regelmäßigkeit bedachtem Fachwerk. Auch an der Rue du Haut Bois stehen noch Häuser in der altertümlichen Ständerbauweise.
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-
Kirche St. Pantalus
-
Herz-Jesu-Kapelle
Wirtschaft[Bearbeiten]
Das Bild der Gemeinde ist von Weiden, Äckern und Wald geprägt. In den 1960er Jahren überwog die Bedeutung der Landwirtschaft als Erwerbszweig. Im Laufe der Zeit wurden Wohnhäuser zwischen die Bauernhöfe gebaut. Viele Einwohner leben heute in Eteimbes, arbeiten aber in Mülhausen.
Literatur[Bearbeiten]
- Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 304–306.
Weblinks[Bearbeiten]
- Eteimbes auf der Website des Gemeindeverbands (französisch)
- Eteimbes auf cartesfrance.fr (französisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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