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Michelwitz

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Michelwitz
Stadt Groitzsch
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(56)&title=Michelwitz 51° 6′ N, 12° 17′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(56) 51° 6′ 27″ N, 12° 17′ 0″ O
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Fläche: 1,24 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Michelwitz, Stadt Groitzsch. In: GEOindex. Abgerufen im März 2026.</ref>
Einwohner: 56 (2016)<ref>Landkreis Leipzig – Kleinstdörfer Dorfprofile. (PDF; 3,1 MB) Landkreis Leipzig, S. 69, abgerufen am 15. April 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1973
Eingemeindet nach: Auligk
Postleitzahl: 04539
Vorwahl: 034296
Michelwitz (Sachsen)
Michelwitz (Sachsen)
Lage von Michelwitz in Sachsen

Michelwitz ist ein Ortsteil der Ortschaft Auligk der Stadt Groitzsch im sächsischen Landkreis Leipzig.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 155 kB) § 16. In: Webauftritt. Stadt Groitzsch, abgerufen im März 2026.</ref> Der Ort wurde 1973 nach Auligk eingemeindet und kam mit diesem im Jahr 1996 zur Stadt Groitzsch.

Geografie[Bearbeiten]

Michelwitz liegt in der Leipziger Tieflandsbucht sechs Kilometer südlich von Groitzsch. Drei Kilometer südlich des Orts befindet sich das Dreiländereck zwischen Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt, an dessen Standort sich seit 2007 ein Dreiherrenstein befindet.

Nachbarorte sind die ebenfalls zum sächsischen Groitzsch gehörigen Ortsteile Pautzsch im Westen, Methewitz im Norden und Maltitz im Südosten. Östlich von Michelwitz befindet sich der Groitzscher See, der nach Stilllegung des Tagebaus Groitzscher Dreieck entstand.

Geschichte[Bearbeiten]

Dreiherrenstein am Dreiländereck Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen bei Maltitz

Michelwitz wurde im Jahr 1324 als „Michilquuiz“, um 1378 als „Michelwicz“ erwähnt. Der Ort lag zu dieser Zeit im Gebiet der Grafschaft Groitzsch (castrum Groitzsch), die 1460 mit dem Geleitsamt Pegau zum Amt Pegau vereinigt wurde. Seitdem lag Michelwitz bis 1856 im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Pegau.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 62 f.</ref> Die Gerichtsbarkeit über Michelwitz lag beim Rittergut Löbnitz. Ab 1856 gehörte der Ort zum Gerichtsamt Pegau und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Borna.<ref>Die Amtshauptmannschaft Borna im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. April 2023; abgerufen am 18. Juli 2025.</ref>

Am 1. Oktober 1948 erfolgte die Eingemeindung der Nachbarorte Pautzsch, Maltitz und Zschagast nach Michelwitz. 1952 kam die Gemeinde Michelwitz mit ihren drei Ortsteilen zum Kreis Borna im Bezirk Leipzig. Die Eingemeindung von Michelwitz nach Auligk erfolgte am 1. Juli 1973.<ref>Michelwitz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> Der östlich von Michelwitz gelegene Ortsteil Zschagast musste 1981 dem Tagebau Groitzscher Dreieck (1974–1991) weichen.

Als Ortsteil von Auligk wurde Michelwitz im Jahr 1990 dem sächsischen Landkreis Borna und 1994 dem Landkreis Leipziger Land zugeordnet. Durch die am 1. Januar 1996 erfolgte Eingemeindung von Auligk nach Groitzsch<ref>Auligk im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> wurde Michelwitz ein Ortsteil der Stadt Groitzsch.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Maltitz 1. Oktober 1948 Eingemeindung nach Michelwitz
Michelwitz 1. Juli 1973 Eingemeindung nach Auligk, mit diesem am 1. Januar 1996 zu Groitzsch
Pautzsch 1. Oktober 1948 Eingemeindung nach Michelwitz
Zschagast 1. Oktober 1948 Eingemeindung nach Michelwitz, 1981 durch Braunkohlentagebau Groitzscher Dreieck beseitigt

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Datei:Kirche-Michelwitz.jpg
Kirche in Michelwitz
Kirche Michelwitz

Von der ursprünglichen romanischen Kapelle, die um das Jahr 1200 entstanden ist, existieren heute noch die Turmunterbauten. Die Michelwitzer Kirche erhielt im Jahr 1250 einen dreiseitig geschlossenen Chor aus Zeitzer Sandstein. In der Kirche sind drei Schnitzfiguren aus dem Jahr 1512 zu sehen. 1599 erhielt die Kirche einen Kanzelaltar aus der Kirche von Gatzen. Der heutige Turmkopf stammt aus dem 18. Jahrhundert. Er wurde 1985 erneuert. 1927 erhielt die Kirche eine neue Orgel.<ref>Die Michelwitzer Kirche auf www.reitwanderfuehrer.de</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Die Kirche von Michelwitz auf der Webseite des Kirchspiels Groitzsch (Memento vom 7. April 2016 im Internet Archive)</ref>

Dreiherrenstein

In der Nähe des südlich von Michelwitz gelegenen Maltitz, das 1948 nach Michelwitz eingemeindet wurde, befindet sich das Dreiländereck Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt auf dem Gelände des ehemaligen Glaswerks Maltitz.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

• Großpriesligk 4 • Wischstauden 1 • Großwischstauden • Kleinwischstauden 1 3

Audigast 6 • Kobschütz • Schnaudertrebnitz 4 5

Auligk 4 • Hemmendorf 4 11 • Langenhain • Oellschütz 4 12 13 • Cöllnitz 4 15 • Nöthnitz 4 7 8

Berndorf 4 • Gatzen • Kleinprießligk • Löbnitz-Bennewitz (1895 vereinigt) • Saasdorf 4 6 • Methewitz • Michelwitz 4 7 • Kleinhermsdorf • Nehmitz 4 10 • Hohendorf 4 12

Großstolpen 4 • Obertitz 4 16 17

Käferhain • Zschagast • Schleenhain • Leipen • Droßdorf 18 • Pödelwitz • Droßkau 4 16 • Altengroitzsch • Brösen 18 • Maltitz • Pautzsch 4 7 9 • Kleinstolpen 4 14

1 1974~.. –1996 zu Berndorf   2 seit 1948   3 1948–1966 zu Droßkau   4 seit 1935   5 1933–1948 zu Wischstauden vereinigt

6 1948–1996 zu Auligk   7 1973–1996 zu Auligk   8 1948–1973 zu Michelwitz

9 1934~..   10 Wüstung, durch Bergbau devastiert   11 1957~..   12 1948–1974 zu Hohendorf   13 1948~..   14 seit 1996   15 1948–1996 zu Audigast   16 1948–1973 zu Methewitz   17 1966~.. –1996 zu Großstolpen

18 1935~..

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