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Bavaria Fluggesellschaft

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Bavaria Fluggesellschaft
Logo der Bavaria Fluggesellschaft
BAC 1-11-500 der Bavaria Fluggesellschaft
IATA-Code: BV
ICAO-Code: (ohne)
Rufzeichen: BAVARIA
Gründung: 1957
Betrieb eingestellt: 1977
Fusioniert mit: Germanair zur Bavaria Germanair
Sitz: München, Deutschland Deutschland
Heimatflughafen: Flughafen München-Riem
Flottenstärke: 6
Ziele: national und international
Bavaria Fluggesellschaft ist 1977 mit Germanair zur Bavaria Germanair fusioniert. Die kursiv gesetzten Angaben beziehen sich auf den letzten Stand vor der Übernahme.

Die Bavaria Fluggesellschaft war eine deutsche Fluggesellschaft mit Sitz in München und Basis auf dem Flughafen München-Riem. Das Unternehmen fusionierte am 1. März 1977 mit der Germanair zur Charterfluggesellschaft Bavaria Germanair.

Geschichte[Bearbeiten]

Bavaria Handley Page Herald, Hannover 1964
Bavaria Learjet 35, Faro

Der ehemalige Kunstflieger Max Schwabe gründete im Jahr 1957 die Bavaria Fluggesellschaft Schwabe & Co als Bedarfsflugunternehmen. Die Betriebsaufnahme erfolgte im Januar 1958 mit einer Piper PA-23 Apache. Ein Jahr später ergänzte eine Beechcraft Model 18 (Twin Beech) die Flotte. Max Schwabe erwarb im Jahr 1960 zwei Douglas DC-3 von der Lufthansa und schloss Beförderungsverträge mit dieser ab. Beide Flugzeuge kamen im Auftrag von Lufthansa auf innerdeutschen Post- und Frachtstrecken zum Einsatz.

Am 1. Mai 1964 erhielt die Gesellschaft die erste ihrer drei Handley Page Herald und nahm mit diesen IT-Charterflüge vom Flughafen München-Riem nach Südeuropa auf. Während der Sommersaison 1967 mietete das Unternehmen eine BAC 1-11 vom Hersteller und setzte damit erstmals ein Strahlflugzeug ein. Am 29. Dezember 1967 übernahm Bavaria die erste ihrer fünf eigenen BAC 111-400. Zwei dieser Maschinen wurden im Frühjahr 1968 für mehrere Wochen im Auftrag von Lufthansa im Linienverkehr auf den Strecken Stuttgart-Hannover und München-Hannover eingesetzt, weil Lufthansa durch Verzögerungen beim Boeing-737-Programm nicht genügend eigene Flugzeuge zur Verfügung standen. Ab dem 1. April 1969 führte Bavaria die Linienflüge zwischen München und Hannover unter eigenem Betriebsrisiko durch. Diese Dienste erfolgten weiterhin unter Lufthansa-Flugnummern.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Flughafen München Onlinemuseum, Interview mit Bavaria Fluggesellschaft vom September 1969 (Memento vom 7. Juli 2016 im Internet Archive) abgerufen am 16. Mai 2023</ref>

Nachdem die Gesellschaft durch den Kauf der Strahlflugzeuge im Jahr 1968 in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, beteiligte sich der Münchener Unternehmer Josef Schörghuber mit 26 Prozent an der Bavaria GmbH & Co KG.<ref>Der Spiegel. 23/1972.</ref> Am 6. März 1970 kam der Firmengründer Max Schwabe mit seiner Familie beim Absturz einer Bavaria-Maschine in der Schweiz ums Leben.<ref>Aviation Safety Network: Incident report 1970-03-06</ref> Seine Firmenanteile in Höhe von 51 Prozent wurden dem Hamburger Bankier Hans Salb übertragen, der zuvor mit 23 Prozent an der Gesellschaft beteiligt war.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.In: Die Zeit. 1. Februar 1974 (Memento vom 19. Januar 2012 im Internet Archive) abgerufen am 16. Mai 2023</ref>

Ab 1970 betrieb Bavaria eine reine Jet-Flotte. Im selben Jahr wurde die erste Maschine des Typs BAC 111-500 übernommen, die einen längeren Rumpf besaß und mehr Passagiere befördern konnte. Im Jahr 1972 landete erstmals ein Flugzeug der Bavaria im Rahmen der Leipziger Herbstmesse in der DDR. Ab Ende 1972 flog die Gesellschaft Verluste ein und geriet erneut in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Infolge der Finanzkrise verkaufte Hans Salb seine Anteile im Jahr 1974 an Josef Schörghuber, der dadurch zum Alleineigentümer der Bavaria Fluggesellschaft wurde. Die Schörghuber Unternehmensgruppe war bereits seit Ende 1970 im Besitz der Charterfluggesellschaft Germanair. Im Mai 1975 wurde Ernst Uhl mit der gemeinsamen Geschäftsleitung der Bavaria und der Germanair beauftragt und stimmte in der Folgezeit sämtliche Aktivitäten der zwei Fluggesellschaften aufeinander ab. Beide Gesellschaften behielten aber zunächst ihre Identität. Unter dem Motto „Vereint im Dienste des Tourismus“ wurde die Fusion zur Bavaria Germanair am 1. März 1977 vollzogen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Flug-Revue 1977 (Memento vom 3. Dezember 2008 im Internet Archive)</ref> Noch im Jahr der Fusion meldete die Fluggesellschaft Hapag-Lloyd Interesse an einer Übernahme der Bavaria Germanair an und kaufte das Unternehmen auf.

Die Auflagen des bundesdeutschen Kartellamts führten dazu, dass Josef Schörghuber 1979, nach Abschluss der Unternehmensübernahme, eine Leasinggesellschaft gründete, welche den Namen Bavaria Fluggesellschaft weiter verwendete. Seit 1999 trägt dieses Unternehmen den Namen Bavaria International Aircraft Leasing (BIAL).<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Bavaria-ial.com (Memento vom 25. Juni 2001 im Internet Archive)</ref>

Flotte[Bearbeiten]

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Bavaria Fluggesellschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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Passagiere
Fracht

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Ehemalige

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