Vince Matthews
| Vince Matthews Vorlage:SportPicto | |||||||||||||||||||
|
Vince Matthews 2011
| |||||||||||||||||||
| Voller Name | Vincent Edward Matthews | ||||||||||||||||||
| Nation | |||||||||||||||||||
| Geburtstag | 16. Dezember 1947 | ||||||||||||||||||
| Geburtsort | New York City, Vereinigte Staaten | ||||||||||||||||||
| Größe | 187 cm | ||||||||||||||||||
| Gewicht | 81 kg | ||||||||||||||||||
| Karriere | |||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Disziplin | Sprint | ||||||||||||||||||
| Bestleistung | 200 m: 20.7 (1972) 400 m: 44,66 s (1972) | ||||||||||||||||||
| Status | zurückgetreten | ||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||
Vince Matthews (eigentlich Vincent Edward Matthews; * 16. Dezember 1947 in New York City) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger.
Matthews war in den 1960er und Anfang der 1970er Jahre einer der stärksten Läufer über 400 Meter und in einer dauerhaften Rivalität mit dem späteren Olympiasieger Lee Evans. Diese zwei trafen schon als Teenager aufeinander, duellierten sich 1967 in den AAU-Meisterschaften und in den Panamerikanischen Spielen. Bei einem Vorbereitungstraining zwei Wochen vor den Olympic Trials 1968 stellte Matthews mit 44,4 s einen neuen Weltrekord über 400 Meter auf, der allerdings nicht anerkannt wurde, da er Bürstenschuhe des Sportartikelherstellers Puma mit unerlaubten Spikes benutzt hatte. In der eigentlichen Olympiaqualifikation wurde er von drei Läufern geschlagen, von Lee Evans, Larry James und Ron Freeman.
Bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt gewann er die Goldmedaille in der 4-mal-400-Meter-Staffel zusammen mit seinen Teamkollegen Ron Freeman, Larry James und Lee Evans vor den Teams aus Kenia (Silber) und Deutschland-West (Bronze). Der von diesen vier Läufern aufgestellte Staffelweltrekord von 2:56,1 min wurde erst 1992 unterboten. Nach Mexiko gab Matthews die Leichtathletik auf, heiratete und ging seiner Arbeit nach. Er fand jedoch zum Sport zurück, und bei den US-Trials belegte er den dritten Platz über 400 Meter.
Bei den Olympischen Spielen 1972 in München war er in Hochform und gewann die Goldmedaille vor dem anderen US-Amerikaner Wayne Collett (Silber) und dem Kenianer Julius Sang (Bronze). Bei der Zeremonie der Siegerehrung und dem Abspielen der US-Nationalhymne redeten und feixten Matthews und Collett miteinander, gemeinsam auf der obersten Stufe des Siegerpodests stehend. Viele Zuschauer, die Matthews nach seinem Lauf noch mit Beifall bedacht hatten, pfiffen aufgrund des aus ihrer Sicht respektlosen und unwürdigen Verhaltens. Da Collett beim Verlassen des Stadions die rechte Faust gehoben hatte und die schwarzen Anhänger auf den Rängen diese Geste erwidert hatten, wurde vermutet, beide Athleten haben für Black Power demonstrieren wollen wie 1968 Tommie Smith und John Carlos, die damit gegen die Diskriminierung der afroamerikanischen Bevölkerung protestierten. Matthews und Collett bestritten zwar diese Absicht und Matthews erklärte sein Verhalten mit aufgestauter Auflehnung gegen ertragene Ungerechtigkeiten, da er als Olympiasieger von Mexiko habe kämpfen müssen, um wieder ins amerikanische Olympiateam zu kommen und eine Leichtathletikfachzeitschrift in der Heimat ihn in einer Olympiaprognose nur auf dem sechsten Platz eingestuft habe.<ref> Protestaktion auf dem Siegerpodest?, Rubrik "Revisor meldet", Abendzeitung vom 8. September 1972, Seite 5, gesichtet am 21. Juni 2017</ref> Beiden Sportlern wurde vom IOC jede weitere Teilnahme an den Olympischen Spielen verboten. Dies führte dazu, dass die US-Mannschaft nicht mehr genug Läufer hatte, um an der 4-mal-400-Meter-Staffel teilzunehmen, und die Stafette zurückziehen musste. Sowohl Matthews als auch Collett gaben später zu, dass sie sehr wohl für die Rechte der schwarzen Amerikaner demonstriert hatten.
Literatur[Bearbeiten]
- Bill Mallon & Ian Buchanan: Quest for Gold. Leisure Press, New York City 1984, ISBN 0-88011-217-4
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Die Seite Vorlage:BoxenVerschmelzen/styles.css hat keinen Inhalt.
Vorlage:Klappleiste/Anfang
1896: Datei:Flag of the United States (1891-1896).svg Thomas Burke |
1900:
Maxie Long |
1904:
Harry Hillman |
Zwischenspiele 1906:
Paul Pilgrim |
1908:
Wyndham Halswelle |
1912:
Charles Reidpath |
1920: Datei:Canadian Red Ensign (1868-1921).svg Bevil Rudd |
1924:
Eric Liddell |
1928:
Ray Barbuti |
1932:
Bill Carr |
1936:
Archie Williams |
1948: Datei:Flag of Jamaica (1906–1957).svg Arthur Wint |
1952: Datei:Flag of Jamaica (1906–1957).svg George Rhoden |
1956:
Charles Jenkins |
1960:
Otis Davis |
1964:
Mike Larrabee |
1968:
Lee Evans |
1972:
Vince Matthews |
1976:
Alberto Juantorena |
1980:
Wiktor Markin |
1984:
Alonzo Babers |
1988:
Steve Lewis |
1992:
Quincy Watts |
1996:
Michael Johnson |
2000:
Michael Johnson |
2004:
Jeremy Wariner |
2008:
LaShawn Merritt |
2012: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Kirani James |
2016:
Wayde van Niekerk |
2020:
Steven Gardiner |
2024:
Quincy Hall
Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang
1912:
USA Sheppard, Lindberg, Meredith, Reidpath
1920:
GBR Griffiths, Lindsay, Ainsworth-Davis, Butler
1924:
USA Cochran, Stevenson, McDonald, Helffrich
1928:
USA Baird, Spencer, Alderman, Barbuti
1932:
USA Fuqua, Ablowich, Warner, Carr
1936:
GBR Wolff, Rampling, Roberts, Brown
1948:
USA Harnden, Bourland, Cochran, Whitfield
1952: Datei:Flag of Jamaica (1906–1957).svg JAM Wint, Laing, McKenley, Rhoden
1956:
USA Jenkins, Jones, Mashburn, Courtney
1960:
USA Yerman, Young, Davis, Davis
1964:
USA Cassell, Larrabee, Williams, Carr
1968:
USA Matthews, Freeman, James, Evans
1972:
KEN Asati, Nyamau, Ouko, Sang
1976:
USA Frazier, Brown, Newhouse, Parks
1980:
URS Valiulis, Linge, Tschernezki, Markin, Burakow*
1984:
USA Nix, Armstead, Babers, McKay, Smith*, McCoy*
1988:
USA Everett, Lewis, Robinzine, Reynolds, Valmon*, McKay*
1992:
USA Valmon, Watts, Johnson, Lewis, Jenkins Jr.*, Hall*
1996:
USA Harrison, Smith, Mills, Maybank, Rouser*
2000:
NGR Udo-Obong, Chukwu, Monye, Bada, Awazie*, Gadzama*
2004:
USA Otis Harris, Derrick Brew, Jeremy Wariner, Darold Williamson, Willie*, Rock*
2008:
USA Merritt, Taylor, Neville, Wariner, Clement*, Witherspoon*
2012:
BAH Brown, Pinder, Mathieu, Miller
2016:
USA Hall, McQuay, Merritt, Roberts, Clemons*, Verburg*
2020:
USA Cherry, Norman, Deadmon, Benjamin, Stewart*, Ross*, Norwood*
2024:
USA Bailey, Norwood, Deadmon, Benjamin, Wilson*
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Matthews, Vince |
| ALTERNATIVNAMEN | Matthews, Vincent Edward |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Sprinter und Olympiasieger |
| GEBURTSDATUM | 16. Dezember 1947 |
| GEBURTSORT | New York City |
- Seiten mit TemplateStyles-Fehlern
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:GND fehlt 2023-03
- Wikipedia:GND in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- 400-Meter-Läufer (Vereinigte Staaten)
- 4-mal-400-Meter-Staffel-Läufer (Vereinigte Staaten)
- Olympiasieger (400-Meter-Lauf)
- Olympiasieger (4-mal-400-Meter-Staffel)
- Olympiateilnehmer (Vereinigte Staaten)
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1968
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1972
- Teilnehmer an den Panamerikanischen Spielen (Vereinigte Staaten)
- Panamerikaspielesieger (Leichtathletik)
- US-Amerikaner
- Geboren 1947
- Mann